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Besichtigung des SWR

Wie kommt Musik ins Radio? Woher kommt die Verkehrsmeldung? Wie aktuell ist „Baden-Württemberg aktuell“? Diese und andere Fragen haben sich gestellt, bevor wir am Freitagnachmittag den SWR besuchten. Nach fast einem halben Jahr Wartezeit war es dann so weit. Zweieinhalb Stunden Führung, zwei Kilometer Wanderung, zwei Gruppen und jede Menge Fragen. Nach einer Einweisung zum Rundgang und allgemeinen Informationen zum SWR und der ARD ging es ins Studio  von SWR 1. Barbara Scherrer als „Alleinunterhalterin“ in Aktion. Hier eine Recherche über den Klimawandel, dort der Musikbeitrag und zwischendurch noch eine Eilmeldung aus dem Verkehrsstudio. Alles allein, alles topaktuell und sekundengenau. Da ist Konzentration gefragt. Von wegen Frauen und Technik funktioniert nicht. Unzählige Knöpfe und Regler, Bildschirme, Tastaturen und Lämpchen. Für die Besucher schon etwas verwirrend, aber für die Moderatoren Alltag. Dann das Archiv. Über 3 Millionen Musiktitel werden verwaltet. Davon stehen 30 000 Musiktitel den Musikredakteuren täglich zur Verfügung. Tagesaktuell kann das Musikprogramm den aktuellen Erfordernissen angepasst werden.

Nach einer kurzen Pause ging es zu Baden-Württemberg aktuell. Dieter Fritz und Silke Gmeiner hatten an diesem Tag abwechselnd Dienst. Zwischen den Moderationen wird die nächste Sendung vorbereitet. Beiträge sortiert, Bild und Tonmaterial zusammengetragen und recherchiert. Die Moderation wird live gesendet und wir haben das Glück dabei zu sein. Alle sind gespannt und mucksmäuschenstill.  Die Regie unterstützt mit Anweisungen,  wählt die Kameraeinstellungen und spielt Aufzeichnungen ein. Das ist Perfektion auf die Sekunde genau und topaktuell. Wir erfahren wie aus drei Stunden Landtagsdebatte zwei Minuten Sendung werden. In Windeseile wird entschieden was wichtig ist. Was interessiert den Zuschauer und wie muss es an den Zuschauer gebracht werden. Die Leute vom SWR kennen ihr Publikum sehr genau. Sie wissen wer welchen Sender hört. Sie wissen wer wann welche Sendung schaut und wie alt ihre Zielgruppen sind. Es wird nichts dem Zufall überlassen. Jeder Zuschauer zählt, denn die Quoten sind wichtig.

Ein sehr interessanter und informativer Nachmittag über unseren regionalen Rundfunksender konnte unseren Mitgliedern geboten werden. Im Anschluss an den SWR haben wir uns bei unserem Mitglied, Familie Hammer, im Schützenhaus getroffen und in gemütlicher Runde das Erlebte Revue passieren lassen.       Udo Kammler